PROPAK Industrie

PROPAK Industrie

Robust und systemrelevant

9. April 2020 – Die PROPAK Industrie ist systemrelevant, die Branche robust und die Unternehmen stehen für höchste Fürsorge für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das ist das Ergebnis der vielen Rückmeldungen, die wir in den letzten Wochen telefonisch, per Mail und über eine repräsentative Umfrage entgegennehmen durften.

In wirtschaftlicher Hinsicht zeigt unsere Business Umfrage ein gemischtes, in Summe aber überwiegend positives Bild. Das ist hinsichtlich der gegenwärtigen Auftragsvolumina im Vergleich zu 2019 nicht allzu überraschend, da ein Gutteil der Branche versorgungsnah positioniert ist. Es gibt da und dort mehr oder wenige kleine Einschränkungen, aber grosso modo sind die Betriebe voll im Einsatz.

Wenn auch die PROPAK Branche erfreulicherweise nicht die erste ist, die in einer Krise in den Keller fällt, so ist doch in den nächsten Wochen und Monaten eine höchst volatile Geschäftsentwicklung zu erwarten, die die Kapazitäts- und Personalplanung der Unternehmen vor große Herausforderungen stellen wird. Gerade dafür stehen dank des Schulterschlusses der Sozialpartner sowohl auf Top Ebene (Kurzarbeit) als auch auf der Branchenebene (Corona-Notfall-Vereinbarung) hervorragende Instrumente für die unterschiedlichen individuellen Bedürfnisse zur Verfügung.

Fünfkampf der Sicherheits- und Hygienemaßnahmen

Es ist eine Selbstverständlichkeit für Industriebetriebe, die auch in einer Gesundheitskrise voll aktiv sein müssen, neben der „üblichen Vorsorge“ auch den größtmöglichen Gesundheitsschutz für die Beschäftigten zu implementieren. Der „Fünfkampf der Sicherheits- und Hygienemaßnahmen“

  • Desinfektion,
  • häufiges Händewaschen,
  • Einhaltung des Sicherheitsabstandes wo immer möglich,
  • größtmögliches Gruppensplitting und
  • Schutzmasken/Mundschutz

ist zweifellos Standard in unserer Branche. Wir gehen selbstverständlich davon aus, dass alle PROPAK Unternehmen ihre Prozesse und Abläufe evaluiert haben, um alle Gefahrenquellen wie Nadelöhre und Spreading Hotspots zu identifizieren und mit den bestmöglichen Maßnahmen für die größtmögliche Sicherheit zu sorgen.

Österreich scheint auf einem guten Weg zu sein

Die Wissenschaft (z.B. dss consulting) zeigt auf – und die Praxis bestätigt das -, dass eine hohe Gesundheits- und Sicherheitskultur in Unternehmen nicht ausschließlich von Anweisungen und Vorgaben des Managementsgeprägt werden kann. Es ist immer auch oder sogar vor allem eine Mitarbeiterkultur und eine Kultur innerhalb von Teams, in denen jeder auf die Anderen achtet. Das gilt natürlich im Großen wie im Kleinen: die zweckmäßigsten staatlichen Maßnahmen können nur dann effizient durch die Krise steuern, wenn sie verstanden und befolgt werden. Wir scheinen hier in Österreich auf einem guten Weg zu sein, die aktuelle Entwicklung gibt – bei aller gebotenen Vorsicht!! – einen Hoffnungsschimmer, vielleicht im Vergleich mit einem blauen Auge davonkommen zu können.

Der Fachverband PROPAK bietet mit seinen täglichen Infomails, die Sie alle auch auf dieser Website nachlesen können, und seiner derzeit intensiven telefonischen Beratung eine Fülle an Unterstützung an. Wir werden selbstverständlich weiter ein möglichst genaues Auge auf die Entwicklung der Branche haben und diese auch regelmäßig kommunizieren. Danke an dieser Stelle an die Teilnehmer an diesem Monitoring für ihr wöchentliches Feedback, das jeweils aktualisierte Ergebnis finden Sie hier. Wir werden auch in Kürze die Nutzung von Kurzarbeit bzw. der erweiterten Arbeitszeitmöglichkeiten nach der Corona-Notfall-Vereinbarung und die perspektivische Relevanz dieser Maßnahmen abfragen und bitten dafür jetzt schon um Ihre Mitwirkung. Lassen Sie uns gerne wissen, welche zusätzlichen Services wir Ihnen anbieten können.

Abschließend wünschen wir Ihnen, Ihren Familien und Freunden und natürlich den Unternehmen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Branche ein – den Umständen entsprechend bestmögliches – gesegnetes Osterfest und vor allem: Bleiben Sie gesund!

Ihre

Georg Dieter Fischer und Martin Widermann