PROPAK Media-Roundtable 2018

PROPAK Media-Roundtable 2018

Smart Work. Smart People.

PROPAK: Wie attraktiv ist die Branche für den Nachwuchs? Wie organisiert sie ‚New Work’? Wo kommen die Fachkräfte her? Eine neue IWI-Studie beleuchtet den Qualifikationsbedarf der Branche.

Wien, 5. Juni 2018 – Anfrage stellen, Produkt auswählen, Qualität vergleichen, e-Rechnung legen, Lieferung via GPS-Tracking verfolgen, auf dem Smartphone oder Tablet. Was nach Amazon, Google & Co. klingt, wird zunehmend auch bei den Herstellern von Produkten aus Papier und Karton zum Alltag. „Das Jahrzehnt der Digitalisierung ist angebrochen. Die PROPAK ist bereit für die Zukunft,“ sagt Georg Dieter Fischer, Obmann PROPAK und CEO Smurfit Kappa Group Corrugated Central Europe.

IWI-Studie: Sag mir, wo die Fachkräfte sind

Noch nie fiel es den Unternehmen in Österreich so schwer, geeignetes Personal zu finden. „71 Prozent der PROPAK Unternehmen weisen derzeit unbesetzte Stellen auf“, sagt Herwig Schneider vom Industriewissenschaftlichen Institut IWI. „Es finden sich zu wenig geeignete Fachkräfte, wobei sich die Mängel neben fachlich/methodischen Kompetenzen vor allem in mangelnder Kommunikations-/Teamfähigkeit und zu geringer Kunden- und Serviceorientierung zeigen.“ So eines der Ergebnisse der brandaktuellen Studie des IWI im Auftrag von PROPAK.

Demgegenüber zeigt sich ein Trend in Richtung höherer Qualifikationsniveaus. Während sich der Anteil der UniversitätsabsolventInnen am gesamten Personal seit 2012 nahezu verdreifacht hat, ist der Anteil der FacharbeiterInnen ohne Lehrabschussprüfung um mehr als die Hälfte rückläufig. Insbesondere die Nachfrage nach Kompetenzen im IT-Bereich steigt. „Benötigt werden vor allem Mitarbeiter für die Planung, Simulation und Überwachung komplexer und vernetzter Produktionsprozesse. Aber auch Social Skills, allen voran Flexibilität, Teamfähigkeit und Problemlösungskompetenz, sind vermehrt gefragt.“

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Marko Schuster (Mondi), Georg-D. Fischer (PROPAK), Andreas Blaschke (MM Packaging), Manfred Tacker (FH Campus), Herwig Schneider (IWI)

Mach’ den Master in Packaging!

Die Unternehmen müssen erfinderischer werden, um jedes Potenzial zu nutzen. Deshalb ist Aus- und Weiterbildung ein zentrales Anliegen des Fachverbands PROPAK. Mit dem Bildungsforum haben die Unternehmen der Branche einen kompetenten Partner an ihrer Seite, der sie dabei tatkräftig unterstützt. Jährlich werden über 600 Stunden Ausbildungen, Kurse und Lehrgänge angeboten. Darüber hinaus ist der Fachverband seit 2015 Mit-Initiator des Bachelor-Studiums Verpackungstechnologie und des mit Herbst 2018 beginnenden berufsbegleitenden Master-Studiums ‚Packaging Technology and Susatinability’ an der FH Campus Wien. Übrigens das erste berufsbegleitende Masterstudium in der DACH-Region, das sich mit der Querschnittsmaterie Verpackungstechnologie befasst.

PROPAK 2017: Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Der Blick auf die PROPAK Bilanzzahlen 2017 zeigen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 eine grundsätzlich positive Entwicklung: Auf dem Heimmarkt Österreich erzielte die Branche ein Plus von +7,5 Prozent (in Tonnen), das ist eine Menge von 1,2 Mio. Tonnen. Wertmäßig betrug der Zuwachs aber „nur“ +3,5 Prozent auf 2,25 Mrd. Euro. In Verbindung mit massiv gestiegenen Rohstoffkosten hatte die Branche mit einer klaren Wertschöpfungsthematik zu kämpfen. Zwei Drittel der Unternehmen erzielten 2017 Ergebnisse, die bestenfalls gleich wie 2016 waren.

Besonders wichtig: Der Anteil der Exporte ist im Jahr 2017 weiter leicht angestiegen (+ 2%). Die Exportquote der Branche beträgt damit wertmäßig 74 Prozent. Insgesamt wurden 745.000 Tonnen (+4,6 %) an Produkten aus Papier und Karton im Wert von 1,67 Mrd. EUR (+5,6 %) exportiert. Der Export ist und bleibt weiterhin eine große Stütze für den Industriesektor.

Der generelle Wirtschaftsmotor brummt, die Konsumbereitschaft ist groß und die PROPAK-Unternehmen haben volle Auftragsbücher. „Für 2018 sehen wir unter der Annahme eines günstigen Konjunkturverlaufs ein Wachstum von maximal +2 bis 3 Prozent bei der Menge. Die große Hoffnung bzw. Herausforderung wird eine Entwicklung sein, die für Menge und Wert im Gleichklang steht“, so PROPAK Obmann Fischer.

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 Foto PK

Fotos©PROPAK/L.Schedl

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